Pressemitteilung

2013

• 01.07.2013 Idee zum Schutz der Leber gewinnt Science4Life Venture Cup

Idee zum Schutz der Leber gewinnt Science4Life Venture Cup

Sieger des 15. deutschlandweiten Businessplan-Wettbewerbs in Frankfurt am Main ausgezeichnet / Gesundheitsthemen im Fokus der Gründer

Frankfurt am Main, 1. Juli 2013 – Neue Medikamente scheitern häufig, weil sie die Leber schädigen. Dieses Problem ist für jede dritte Marktrücknahme verantwortlich. Eine neue Technologie ermöglicht es nun, aus einer kleinen Blutprobe patienteneigene Zellen zu gewinnen, die eine Vorhersage über die gefürchtete Lebertoxizität erlauben. Ein Team von Forschern hat mit dieser Idee, der MetaHeps®-Technologie, den Businessplan-Wettbewerb Science4Life Venture Cup gewonnen.

Die Schirmherren der Gründerinitiative Science4Life e. V., der Hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der deutsche Sanofi-Forschungschef Prof. Dr. Jochen Maas, würdigten am Montagabend in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt die zehn besten Gründerteams für ihre herausragenden Geschäftsideen.

Der erste Preis für MetaHeps® ist mit 25.000 Euro dotiert. „Unsere Technologie schützt Patienten vor medikamentenverursachten Leberschäden. Zudem ermöglicht sie die Wiederaufnahme von Medikamenten, die wegen Lebertoxizität zurückgerufen werden. Pharmafirmen erhalten hierdurch mehr Sicherheit für ihre Investitionen. Science4Life stellt eine Wertschöpfung für unsere weiteren Entwicklungsüberlegungen dar, was uns sehr begeistert,“ erklärte Dr. med. Andreas Benesic vom Gewinnerteam.

In diesem Jahr unterstützte die Gründerinitiative Science4Life, die in Form einer Public-private-Partnership vom Land Hessen und dem Gesundheitsunternehmen Sanofi getragen wird, zum 15. Mal Unternehmensgründer in den Bereichen Life Sciences und Chemie. Der Fokus liegt auf der Beratung und Unterstützung von Gründern, beginnend mit der innovativen Idee über ein tragfähiges Geschäftskonzept bis hin zum überzeugenden Businessplan. Wie sehr sich das Angebot von Science4Life etabliert hat, zeigt die Rekordzahl von mehr als 360 Teilnehmern, die in diesem Jahr insgesamt 118 Geschäftsideen einreichten. Die meisten dieser Geschäftsideen kommen aktuell aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma, Diagnostik, Biotechnologie und erneuerbare Energien.

Viele innovative Ideen zum Thema Gesundheit

Wirtschaftsminister Rentsch zeigte sich hoch erfreut über die vielen innovativen Ideen rund um das Thema Gesundheit und sprach sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für medizinische Innovationen aus: „Es kommt jetzt darauf an, die Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen. Mit Science4Life unterstützen wir die Gründer dabei, denn wir brauchen die Entwicklung neuer Medikamente, Diagnostikverfahren und medizintechnischer Produkte zum Wohle und Nutzen der Patienten. Und wir müssen diese dann den Patienten auch über die gesetzlichen Krankenkassen zugänglich machen, lautete die Forderung des Wirtschaftsministers. Ich trete deshalb nachdrücklich für die Verbesserung von Rahmenbedingungen ein, die medizinische Innovationen auch künftig ermöglichen. So muss die grundsätzlich richtige Nutzenbewertung künftig transparenter, einfacher und fairer werden. Innovative Arzneimittelentwicklungen müssen wieder bessere Marktzugangschancen zu angemessenen Preisen erhalten“, sagte der Minister.

Den zweiten Platz des Wettbewerbs gewann das Team der ViraTherapeutics GmbH, die eine neuartige virale Therapie gegen verschiedene Krebserkrankungen entwickelt. Das Virus ist nicht krankheitsverursachend, zerstört aber gezielt Krebsgewebe. Auf den dritten Rang kamen die Gründer der ImmunOligo GmbH, die einen Wirkstoff entwickeln, der Tumorzellen im Körper in einen Impfstoff verwandelt. Fortschrittlich ist auch die Idee der ALVEOSTICS Knochensonde, mit der Ärzte bereits vor und auch während des Setzens von Implantaten, beispielsweise in der Zahnmedizin, die Knochendichte überprüfen können. Patienten profitieren von weniger Behandlungen und niedrigeren Kosten.
Auch das Team Cellastix, Entwickler eines Gerätes, das schnelle kostengünstige Untersuchungen von Zellgewebe ermöglicht und gezielte Rückschlüsse auf Krankheiten sowie alterungs- oder zellspezifische Prozesse erlaubt, schaffte es unter die besten fünf.

„Die Projekte der Finalteilnehmer unterstreichen, dass sich in den Lebenswissenschaften derzeit viel tut. Von den guten Ideen der Forscher profitieren letztlich alle: Patienten, Unternehmen und die deutsche Wirtschaft. Gemeinsam mit dem Land Hessen fördert Sanofi den Businessplan-Wettbewerb Science4Life Venture Cup, um kreativen Wissenschaftlern die Möglichkeiten und das Handwerkszeug zu geben, aus einer guten Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell zu entwickeln,“ sagte Schirmherr und Geschäftsführer Forschung und Entwicklung beim Gesundheitskonzern Sanofi,
Jochen Maas die Ziele der Gründerinitiative. „Deshalb werden wir Science4Life zusammen weiterführen,“ kündigte Maas an.

So besteht schon in Kürze wieder die Gelegenheit, Geschäftsideen aus den Bereichen Life Science und Chemie bei der Geschäftsstelle von Science4Life einzureichen: Am 1. September 2013 startet der 16. Science4Life Venture Cup. Mehr unter www.science4life.de

Umfassende Unterstützung für den Unternehmenserfolg

Den Wettbewerbsteilnehmern steht der Zugang zum großen branchenspezifischen Experten-Netzwerk aus über 140 Unternehmen und Institutionen offen. Die fünf besten Teams nehmen zusätzlich an einem dreitägigen Gründerworkshop teil, bei dem sie individuelle Coachings erhalten. Das professionelle Feedback hilft, Schwachstellen zu erkennen, um rechtzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Die Prämierung, bei der insgesamt 56.000 Euro Preisgeld vergeben werden, ist der krönende Abschluss der Wettbewerbsrunde.

Die Videos der besten Gründerteams werden im YouTube Kanal der Gründerinitiative veröffentlicht (www.youtube.com/Science4LifeChannel).

Die Gewinner der Businessplanphase des Science4Life Venture Cups 2013 auf einen Blick:
1. Preis, dotiert mit 25.000 Euro: MetaHeps® (München)
2. Preis, dotiert mit 10.000 Euro: ViraTherapeutics GmbH (Innsbruck)
3. Preis, dotiert mit 5.000 Euro: ImmunOligo GmbH (Bonn)
4. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: ALVEOSTICS (Erlangen)
5. Preis, dotiert mit 3.000 Euro: Cellastix (Leipzig)

Über jeweils 2.000 Euro Preisgeld freuen sich die Teams der Plätze 6 bis 10
(in alphabetischer Reihenfolge):

DiAcc (Kelkheim)
Ionera Technologies (Freiburg)
labfolder (Berlin)
leaf republic (München)
ParaCuris (Wuppertal)

Ergänzende Informationen zu den Siegerteams und ihren Geschäftsideen finden Sie unter:
www.science4life.de.
Kontakt: Geschäftsstelle des Science4Life e.V., Industriepark Höchst, Gebäude H 831, 65926 Frankfurt,
Tel.: 0700 / 00 77 44 77, Fax: 0700 / 00 77 44 66

Science4Life e.V. ist eine unabhängige Gründerinitiative, die deutschlandweit Beratung, Betreuung und Weiterbildung von jungen Unternehmen in den Branchen Life Sciences und Chemie kostenfrei anbietet. Sie wurde bereits 1998 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen. Seit 2003 ist die Gründerinitiative Science4Life ein Verein. Initiatoren und Sponsoren sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. Gefördert wird das Projekt auch durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Gründerinitiative setzt ihren thematischen Schwerpunkt auf den alljährlich ausgetragenen Businessplan-Wettbewerb „Science4Life Venture Cup“ und lädt jedes Jahr Ideenträger aus ganz Deutschland ein, innovative Geschäftsideen aus den Bereichen Life Sciences und Chemie in Unternehmenserfolge umzusetzen. Damit ist er der bundesweit größte Businessplan-Wettbewerb dieser wichtigen Zukunftsbranchen. Er bündelt zur Unterstützung der Unternehmensgründer fachspezifische Expertise in einem Expertennetzwerk aus über 140 Unternehmen und Institutionen mit über 220 ehrenamtlich tätigen Experten. Seit 1998 haben in den 15 Wettbewerbsrunden mehr als 4000 Teilnehmer über 1200 Geschäftsideen, darunter mehr als 700 detailliert ausgearbeitete Businesspläne erarbeitet und auf den Prüfstand gestellt. Rund 3000 Arbeitsplätze in über 500 neu gegründeten Unternehmen wurden geschaffen.

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