Die Gewinner der Konzeptphase 2020: Kohlendioxidumwandlung in abbaubare Kunststoffe und rasante Impfstoff-Entwicklung

17. März 2020

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Konzeptphase

Auch für Science4Life läuft die Konzeptphase aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr anders als ursprünglich geplant. Statt in Berlin vor Ort haben wir die Academy Days als Online-Workshops durchgeführt. Dennoch wollten wir natürlich unsere Gewinnerteams küren und haben darum die Konzeptprämierung in eine Home-Zeremonie umgewandelt. Insgesamt wurden 78 Konzepte eingereicht, die unterschiedlicher und bahnbrechender nicht hätten sein können. Schnelle individualisierte Impfstoffentwicklung ist ein Hoffnungsträger in der Krebstherapie, aber auch im Kampf gegen Infektionskrankheiten – gerade in Zeiten des Corona-Virus – wichtiger denn je. Kohlendioxidumwandlung in abbaubare Kunststoffe – in Zeiten des Klimawandels relevanter denn je. Frequenzagile Bauteile für den Mobilfunkmarkt – in Zeiten von 5G zukunftsweisend. Das sind nur einige Beispiele der Einreichungen der diesjährigen Konzeptphase. Mehr als ein Dritter der Einreichungen waren innovative digitale Lösungen, 22 Gründerteams haben sich mit einem Konzept für den Energiesektor beworben.

Innovationen beim Science4Life Venture Cup: Ein innovatives Gehirnmodell und eine App für Rheumatiker

Das Team von DEOXY aus München nutzt DNA-Nanopartikel, um die Genaktivität innerhalb tausender einzelner Zellen exakt zu quantifizieren und hochpräzise personalisierte Diagnosen für die Krebstherapie zu stellen. Die Gründer der DERMAGNOSTIX GmbH aus München schließen in der Dermatologie die Lücke zwischen hocheffizienten Therapeutika und unzureichenden, antiquierten diagnostischen Verfahren. Ein molekulardiagnostisches Point-of-Care Gerät wird genutzt, um Psoriasis von Ekzemen zu unterscheiden. Die plasma-basierte Plattformtechnologie der Freiburger Medizintechnik GmbH aus Freiburg erforscht neuartige Methoden und entwickelt verschiedene innovative Instrumente für die Zahnmedizin. Damit sollen Zahn- und Zahnimplantat-bezogene Erkrankungen wie Parodontitis und Endodontie sicherer und einfacher behandelt werden. Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen benötigen eine konstante ganzheitliche Betreuung. Midaia i. Gr. aus Mannheim sammelt mit Hilfe eines intelligenten Chatbots Gesundheitsdaten, um personalisierte Therapiepläne zu entwickeln und so bei der Behandlung zu unterstützen. Organo Therapeutics SARL aus Esch-sur-Alzette verwendet die Stammzellen von Parkinson Patienten, um daraus Mini-Gehirne – sogenannte 3D Hirn-Organoide – herzustellen. Damit sollen neue Medikamente gegen den Verlust von Nervenzellen entdeckt werden. Das Darmstädter Team von Oxtune entwickelt ein frequenzagiles Bauteil für den Mobilfunkmarkt. Die Technologie kann ein breites Frequenzband agil und mit hoher Qualität abdecken und nutzen, um mobile Geräte mit neuen Frequenzbändern wie 5G zu verbinden. Die Prime Vector Technologies GmbH konzipiert Impfstoffe nach dem Baukastenprinzip. Die Plattformtechnologie ermöglicht die individuelle Anpassung der Impfvektoren an verschiedene Anforderungen. Fehlende individuelle Bauteilkennzeichnungen verhindern aktuell die vollständige Digitalisierung der Warmumformung. Mit der Ceracode-Kennzeichnungslösung ermöglicht die Senodis Technologies GmbH aus Dresden eine lückenlose Produktkennzeichnung, Bauteilverfolgung und Prozessdatenerfassung. Die Surgical Audio Guidance – SurAG aus Magdeburg hat eine Technologie entwickelt, die am chirurgischen Instrument lauscht und diese akustischen Informationen nutzt, um die Schlüsselloch-Chirurgie noch präziser und sicherer zu machen. Für die medizinische Forschung werden Zell- und Vesikelfraktionen benötigt. Diese müssen aus komplexen Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Blut oder Urin abgetrennt werden. Das Dresdner Team von Zellekt bietet ein automatisiertes chip-basiertes Trennverfahren, das hochfrequente Akustik nutzt.

Spannende Konzepte beim Science4Life Energy Cup: Photovoltaik-Anlagen mit der Nachbarschaft teilen

Im Bereich Energie begeisterten folgende drei Konzepte besonders: CO2BioClean aus Frankfurt schafft eine innovative, dezentrale Wertschöpfungskette, bei der CO2 als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Biopolymeren genutzt wird. Biopolymere sind biologisch abbaubare Kunststoffe. Die Lösung der Pionierkraft GmbH aus München ermöglicht, eigenerzeugte erneuerbare Energie aus Photovoltaik-Anlagen mit Nachbarschaftshaushalten zu teilen. Smela – Smarte elektrische Antriebe aus Magdeburg entwickelt einen neuartigen Linearantrieb, der elektrische und mechanische Komponenten intelligent vereint. Damit bildet er die kompakteste Plug & Play-Alternative zu pneumatischen Zylindern.

Jetzt für die Businessplanphase bewerben!

Gerade ist die Konzeptphase vorüber und schon steht die nächste Phase in den Startlöchern: Die Businessplanphase und damit die letzte Phase der Wettbewerbsrunde 2020. Ab sofort können sich Gründerteams bewerben und ihre Unterlagen unter www.science4life.de einreichen. Einsendeschluss ist der 17. April 2020.

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