High-Tech-Idee trifft Wortwitz: Der 5. Technology Slam von Science4Life

14. Mai 2019

Businessplanphase

19 Teams, fünf Themenfelder, drei Minuten Zeit, um eine High-Tech-Idee zu erklären. Das war der 5. Science4Life Technology Slam. Unter dem Motto „Komplexe Ideen einfach und mit Wortwitz erklärt“ wurden Gründer zu Entertainern. Denn nicht nur eine gute Idee, sondern vor allem auch eine unterhaltsame Präsentation auf der Bühne waren gefragt. Dr. Alex Dreppec, Erfinder des Science Slams, führte durch einen interessanten Abend voller spannender Innovationen.

Das eigene Geschäftsvorhaben auf den Punkt bringen: Das ist die Idee des Science4Life Technology Slam. Jeweils 3 Minuten hatte jedes Team Zeit, um auf der Bühne zu performen. So gut die Ideen an sich auch sind – bei dieser Präsentationsform ging es um mehr als die bloße Idee. Unterhaltung und Rhetorik waren gefragt, um die Zuschauer mitzureißen. Denn anders als beim Science4Life Venture Cup entscheidet keine Expertenjury über den Sieg. Per Online-Voting haben die Zuschauer, bestehend aus Unternehmern, Experten und Investoren, vor Ort für ihren Favoriten abgestimmt.

Märchenstunde mit High-Tech-Ideen

So unterschiedlich die Teilnehmer waren, so verschieden präsentierten die Teams ihre High-Tech-Ideen dem Publikum. Während einige Slammer sich auf die rein technische Vorstellung ihres Produktes beschränkten, liefen andere zu kreativer Höchstform auf. Besonders einfallsreich: TissueGUARD verwendete ein Märchen, um seine Erfindung zu präsentieren und zwar die Geschichte des tapferen Retters von Dornröschen, der sich auf seiner Mission die Augen ausstach. Im Jahr 2019 hätte die TissueGUARD GmbH aus Dresden dem jungen Mann helfen können. Denn sie haben ein neues Verfahren zur Züchtung von künstlichem Gewebe entwickelt. Andere Gründerteams demonstrierten ihre Produkte sogar live auf der Bühne. Das Start-up Better Basics Laborbedarf verwandelte die Slam-Bühne kurzerhand in ein kleines Labor und präsentierte ihre praktischen Regalsysteme, die die Arbeit im Labor nicht nur vereinfacht, sondern auch sicherer macht.

Fünf Themenfelder – fünf Gewinner

„Es kann nur einen Gewinner geben“. Was bei vielen Wettbewerben als Regel gilt, wurde gestern in der KfW Bank Frankfurt nicht ganz so ernst genommen. Erstens gilt die Devise: Dabei sein ist alles. Denn es gehört jede Menge Mut dazu so komplexe Ideen in der Kürze der Zeit vorzustellen. Zweitens gab es statt einem Gewinner, fünf Gewinner. Denn die 19 Gründerteams traten in fünf Kategorien gegeneinander an: Chemie, Energie, Medizin, Pharma und Smart Health. Innerhalb der jeweiligen Kategorie wurde jeweils ein Sieger gekürt.

Die Gewinner des 5. Technology Slam

Es läuft gut für das Team der BRC Solar GmbH. Nachdem die Gründer bereits in der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup mit dem Spezialpreis Energie ausgezeichnet wurden, räumte CFO Pascal Ruisinger nun auch beim Technology Slam in der Kategorie Energie ab. Das Konzept von Solaranlagen, die auch im Schatten noch Energie produzieren, überzeugte – genau wie der kreative Vortrag.

Den Sieg in der Gruppe Chemie konnte sich das Start-up LignoPure sichern. Ihre maßgeschneiderten Produkte aus dem pflanzlichen Lignin eröffnen viele neue Anwendungsgebiete im Bereich Life Sciences. Auch nach der Isolation behält das Lignin seine natürliche Struktur und lässt sich beispielsweise in Form von biobasierten Mikropartikeln in der Körperpflege einsetzen.

Im Themenfeld Smart-Health wurden das Gründerteam von adiutaByte zum Gewinner gekürt. Auf der Basis von künstlicher Intelligenz und Optimierungsalgorithmik bietet das Team eine branchenübergreifende, dynamische Planungsunterstützung, in die auch die Planer aktiv miteinbezogen werden. Dieses Zusammenspiel von Mensch und Maschine überzeugte die Zuschauer.

Es lag entweder an den persönlichen Erfahrungen der Publikums-Jury oder an der Bühnenpräsenz des Teams: Jedenfalls beeindruckte die Kamedi GmbH im Bereich Medizin mit ihrem heat_it. Dieser wird mit dem Smartphone verbunden, heizt die betroffene Körperstelle lokal auf und lindert so sofort die Symptome des Insektenstichs.

CytoSwitch räumte in der Kategorie Pharma ab. Das Produkt kommt ohne die starken Nebenwirkungen zurecht, die bei konventionellen Chemotherapeutika auftreten. Da nur der Tumor selbst getroffen wird, werden gesunde Organe von der Chemotherapie verschont.

Innovationen zum Anfassen

Als Schirmherr des Science4Life e.V. und Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH kürte Prof. Dr. Jochen Maas gemeinsam mit Sebastian Hummel vom Hessischen Wirtschaftsministerium die Preisträger. Bei der anschließenden Ausstellung „Innovation zum Anfassen“ hatten alle Besucher die Gelegenheit, sich mit den jungen Unternehmerteams auszutauschen.

Neue Ideen, Kreativität und ein reibungsloser Ablauf – der 5. Technology Slam war ein voller Erfolg. Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr und viele neue Inspirationen!

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