Herausforderungen bei der Entwicklung von Medizinprodukten: Interview mit der Freiburger Medizintechnik GmbH

10. Juni 2020

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Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind die Freiburger Medizintechnik GmbH und haben uns Ende 2018 aus der Universität Freiburg ausgegründet. Wir erforschen und entwickeln neuartige Methoden und Produkte auf der Grundlage einer plasmabasierten Plattformtechnologie für den Einsatz in der Medizin und Zahnmedizin.

Welches Problem löst Euer Start-up?

Mit unserer Technologie möchten wir Patienten und Zahnärzten ein innovatives Instrument zur Verfügung zu stellen, um Zahn- und Zahnimplantat-bezogene Erkrankungen sicherer und einfacher behandeln zu können.

Was waren bislang die größten Herausforderungen für Euch?

Der Wechsel auf die neue Medizinprodukteverordnung (MDR) erhöht die Bürokratie in der Produktentwicklung erheblich. Aufgrund der Corona-Krise hat die EU zwar den Übergang um ein Jahr verlängert, jedoch gilt es weiterhin diese Hürde zu meistern. Durch verschiedene Weiterbildungen und Beraterleistungen sind wir auf einem guten Weg. Das Leistungsversprechen und die Sicherheit der Patienten und Anwender waren und bleiben unser Hauptfokus.

Auf welche erreichten Meilensteine seid Ihr besonders stolz?

Der erste fertige Prototyp und die herausragenden ersten klinischen Daten! Wir konnten erste Investoren für unser Projekt gewinnen und das Gerät vor potentiellen strategischen Partnern demonstrieren. Das schafft Vertrauen und sorgt für klar definierte Ziele.

Wer oder was hat Euch bisher einen echten Erfolgsschub gegeben?

Die Teilnahme an Accelerator Programmen hat uns geholfen, unsere Vision noch schärfer zu formulieren. Die Teilnahme an dem Science4Life-Wettbewerb hat Aufmerksamkeit auf uns gelenkt, die uns als Unternehmen weiterbringt. Die bislang eingeworbenen Gelder haben den Grundstein gelegt, die Technologie zu einer Marktreife zu bringen.

Wo möchtet Ihr in einem Jahr sein und was wollt Ihr in drei Jahren erreicht haben?

Am Ende des Jahres möchten wir die nächste Finanzierungsrunde abgeschlossen haben. Innerhalb der kommenden drei Jahre möchten wir unser Produkt auf dem Markt platzieren und als neuen Therapiestandard etablieren.

Welche drei Tipps habt Ihr für andere Life-Sciences-Start-ups?

Start-ups sollten den Kontakt mit potentiellen Geschäftspartnern so früh wie möglich suchen – denn mit jedem neuen Kontakt sammelt man neue Erfahrungen und Informationen. Außerdem ist es wichtig, Feedback direkt zu implementieren – in die Arbeit, das Geschäftsmodell und in den Business Plan.

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