23. November 2020

Science4Life prämiert die besten Innovationen in Life Sciences, Chemie und Energie

Science4Life startet mit 97 Einreichungen in die neue Wettbewerbsrunde – darunter spannende Ansätze für die Therapie von Epilepsie, eine digitale Plattform für das Nierenfunktionsmanagement sowie eine Community-Plattform für das Teilen von öffentlichen und privaten Ladesäulen für E-Autos.

Frankfurt am Main, 20. November 2020. Neue Ideen für die Medizin, Innovationen im Bereich Chemie und Biotech sowie Lösungen für die Speicherung und das Teilen von erneuerbaren Energien – das war die Science4Life Ideenprämierung. Dieses Jahr haben 97 Start-ups ihre Geschäftsideen beim Science4Life Businessplan-Wettbewerb eingereicht. Eine Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Uns hat die Qualität der Ideen noch mehr beeindruckt als die Anzahl der Einreichungen. Die Innovationen der Start-ups haben das Potenzial, unsere Gesundheitsbranche maßgeblich zu verbessern“, erklärt Dr. Karl-Heinz Baringhaus, administrativer Leiter für Forschung und Entwicklung bei Sanofi in Deutschland. „Wir fördern seit zwei Jahren bewusst digitale Lösungen. Darum freut es uns, dass wir dieses Jahr so viele Teilnehmer im Digital Health Sektor hatten“, so Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der hessischen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest.

Das sind die besten Ideen in Life Sciences, Chemie und Energie

Zu den Gewinnern der Ideenphase des Science4Life Venture Cup gehört EpiBlock aus Berlin. Das Team entwickelt einen Neuropeptid-produzierenden Genvektor, um fokale epileptische Anfälle nach einmaliger, minimalinvasiver Applikation dauerhaft zu verhindern. Aortenklappen-Insuffizienzen werden durch OPs am offenen Herzen behandelt. Fehler werden oft zu spät erkannt, weil die Kontrolle in der OP nur manuell erfolgt. Mit IDA, der Intraoperativen Digitalen Aortografien von Klavant aus Minden wird bei stehendem Herz die Dichtigkeit der Aortenklappe erstmals sicher ermit­telt. Das Team von MentalStark aus Frankfurt am Main hat eine Online-Plattform für die psychologische Unterstützung bei Kinderwunsch entwickelt. MentalStark bildet eine Brücke zwischen Kinderwunschzentrum und Betroffenen und hilft die Behandlung emotional besser zu bewältigen. Nephrolytix aus Berlin entwickelt eine digitale Plattform für das Nierenfunktionsmanagement. Mit unterschiedlichen Produktmodulen sollen akute, mittel- und langfristige Veränderungen der Nierenfunktion erkannt, vorhergesagt und verhindert werden. RecTech aus Dresden entwickelt Designer-Rekombinasen, die als Miniaturwerkzeuge die Gendefekte hochpräzise korrigieren und somit genetisch-bedingte Erkrankungen heilbar machen können.

Neben den Gewinnern des Science4Life Venture Cup wurden auch die drei besten Teams des Science4Life Energy Cup ausgezeichnet. Die Spezialpreise werden vom Land Hessen und der Viessmann Group gesponsert. „Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe. Sie kann nur mit Innovationen bei der nachhaltigen Erzeugung, intelligenten Nutzung und Speicherung von Energie gelingen. Die Ideen beim Science4Life Energy Cup liefern hier interessante Impulse”, erklärt Dr. Mark Windeknecht, Venture Capital Senior Associate bei Vito ONE, der Venture Capital Gesellschaft von Viessmann.

DieEnergiekoppler aus Dresden entwickelt eine neue Generation virtueller Kraftwerke, sogenannte Flexibilitätswerke für die kostengünstige Vernetzung von kleinsten Energieerzeugern, Speichern und Verbrauchern auf Basis von künstlicher Intelligenz. Die Community-Plattform von innocept aus Frankfurt am Main vereint sowohl konventionelle öffentliche Ladestationen für E-Autos, als auch Ladestationen von Unternehmen und Privathaushalten in einem öffentlich zugänglichen Ladenetz. Der Durchbruch der neuesten Generation von Siliziumsolarzellen wird durch die Kosten der verbauten Silberkontakte gebremst. Das Team von PV2plus aus Freiburg im Breisgau löst dieses Problem, indem es die Silberkontakte mit Kupferkontakten substituiert.

Bewerbung für die Konzeptphase: Teilnahme bis 15. Januar 2021

Der Science4Life Venture Cup für Life Sciences und Chemie sowie der Science4Life Energy Cup für Energie-Gründer bestehen aus drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Start-ups und Gründungsinteressierte können sich auch für einzelne Phasen bewerben. Aktuell läuft die Konzeptphase. Das Konzept wird online zusammen mit einer ersten Markteinschätzung und Kurzvorstellung des Unternehmerteams eingereicht. Science4Life lädt die Teams der besten Konzepte zu den zweitägigen Academy Days ein, wo sie gemeinsam mit einem persönlichen Coach weiter am Geschäftsmodell feilen können. Die Unterlagen können bereits unter www.science4life.de eingereicht werden, Einsendeschluss ist der 15. Januar 2021.

Die fünf besten Teams der Ideenphase des Science4Life Venture Cup 2021:

  • EpiBlock aus Berlin
  • Klavant aus Minden
  • MentalStark aus Frankfurt am Main
  • Nephrolytix aus Berlin
  • RecTech aus Dresden

Die drei besten Teams der Ideenphase des Science4Life Energy Cup 2021:

  • DieEnergiekoppler aus Dresden
  • innocept aus Frankfurt am Main
  • PV2plus aus Freiburg im Breisgau

Gründer können ihr Geschäftskonzept noch bis 15. Januar 2021 einreichen und an der Konzeptphase teilnehmen, 300dpi, JPG, ©Science4Life

Die geschäftsführenden Vorstände des Science4Life e.V. von links: Dr. Karl-Heinz Baringhaus und Dr. Rainer Waldschmidt, 300dpi, JPG, ©Science4Life

Science4Life, Ideenprämierung 2021, von links: Puja Saki, Alex Busch, Ilya Klyashtornyy und Masih Akbar von innocept, 144dpi, JPG, ©innocept

Science4Life, Ideenprämierung 2021, von links: Heike Hollak, Maciej Paszkowski-Rogacz, Janet Karpinski, Felix Lansing, Martin Schneider, Anne-Kristin Heninger, Frank Buchholz von RecTech, 300dpi, JPG, ©S_Rose_Fotografie

Science4Life, Ideenprämierung 2021, von links: Mischa Zöller, Vera Claas und Sally Schulze von MentalStark , 72dpi, JPG, ©MentalStark

Science4Life, Ideenprämierung 2021, von links: Tobias Heß, Irina Weis, Projektmitarbeiter der TU Dresden und Jens Werner von DieEnergiekoppler, 300dpi, JPG, ©HHL_SpinLab_Accelerator

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